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Covid-Heim

Lehren aus der Corona-Pandemie für Strukturentwicklungen im Versorgungssetting Pflegeheim 

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Information

In Deutschland werden 818.000 pflegebedürftige Frauen und Männer in stationären Pflegeeinrichtungen versorgt. In der Corona-Krise wurden die deutschen Pflegeheime zu sogenannten Hotspots der Pandemie, verbunden mit der Tatsache, dass etwa jeder dritte an Covid-19 Verstorbene der Monate März und April 2020 in einem Pflegeheim oder einer anderen Betreuungseinrichtung lebte.

Ziel der Studie

Ziel der Studie ist es, durch die Analyse und den Zugriff auf unterschiedliche Datengrundlagen ein möglichst umfängliches Bild aus der Krisensituation der hochbetagten Klientel in deutschen Pflegeheimen zu erhalten, die getroffenen Entscheidungen der Heime mit Blick auf Ihre Wirkungen zu analysieren und hieraus Schlussfolgerungen für notwendige Maßnahmen im Kontext des Infektionsschutzes in Pflegeheimen abzuleiten und diese Veränderungen in den Prozess der Gesetzgebung einzuspeisen. Zudem soll die persönliche Bedeutung, der Einfluss auf soziale Teilhabe und die individuelle Verarbeitung des Pandemiegeschehens erfasst werden.

Grundlage der Analyse sind Routinedaten der Krankenkassen im AOK-System der Bundesrepublik Deutschland. Komplementär zu den Routinedaten wird eine Primärerhebung als anonyme Befragung der Pflegeheimleitungen sowie von Mitarbeitenden im Heim (Pflegende) zur Situation der Pflegeeinrichtungen in der Corona-Krise durchgeführt. Dazu wird eine repräsentative Stichprobe deutscher Pflegeheime aus den Daten des AOK-Pflegenavigator gezogen. Im Rahmen einer flankierenden Dokumentenanalyse soll zudem systematisiert werden, welche infektionsschützenden Maßnahmen durch die jeweiligen Landesregierungen zu welchem Zeitpunkt getroffen und wieder gelockert wurden. Rechtsmedizinische Befunde ergänzen die Datenlage. Neben der Perspektive von professionell Pflegenden und den Heimleitungen werden ergänzend die Wahrnehmungen der Heimbewohner*innen im Rahmen leitfadengestützter Interviews erhoben.

Projektleitung

Projektverantwortliche

  • PD Dr. Sven Hartwig
  • Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen
  • Prof. Dr. Michael Tsokos

Projektmitglieder

  • Christian Hering
  • Raphael Kohl
  • Annabell Gangnus
  • Anja Kühl

Laufzeit

01.07.2020 bis 30.06.2022

Auftraggeber (bei Auftragsforschung) / Mittelgeber

Spitzenverband der Krankenkassen (GKV- Spitzenverband)/ Forschungsstelle Pflegeversicherung

Kooperationspartner

Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

  • Prof. Dr. Klaus Jacobs
  • Dr. Kathrin Jürchott
  • Dr. Miriam Räker 
  • Dr. Antje Schwinger