E2-PSY
Evaluation des Entlassmanagements nach
§39 Absatz 1a SGB V von Menschen in (teil-)stationär-psychiatrischer Behandlung
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Übersicht
Der Übergang von der (teil-)stationären in die ambulante Versorgung ist bei Patient:innen mit psychischen Erkrankungen besonders kritisch. Die im Rahmen des Entlassmanagements (EM) nach §39 1a SGB V verordnungsfähigen Leistungen (u.a. Soziotherapie, ambulante psychiatrische Pflege, Arbeitstherapie, digitale Gesundheitsanwendungen) sollen dazu beitragen eine zeitnahe Anschlussversorgung sicherzustellen. Ebenso soll bei der Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie und ggf. Pharmakotherapie unterstützt werden. Eine umfassende Evaluation des EM im Bereich der Psychiatrie fehlt jedoch bisher in Deutschland. Im Projekt E2-PSY sollen mit Hilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes ambulante und stationäre Abrechnungsdaten genutzt werden, um u.a. die Anzahl von Verordnungen nach §39 1a SGB V, sektorenübergreifende Versorgungsverläufe sowie regionale und zeitliche Trends zu untersuchen. Wichtige Zielkriterien sind hier unter anderem Wiederaufnahmeraten, Dauer bis zum ersten ambulanten Kontakt sowie Art und Anzahl der Kontakte. Die Erfahrungen der Patient:innen werden durch eine Versicherten-Befragung und Interviews mit besonders vulnerablen Patient:innen abgedeckt. Barrieren im Rahmen des EMs werden in einer Befragung von Leistungserbringenden fokussiert. Mit Abschluss des Projekts soll ein Leitfaden mit Best-Practice-Modellen zum EM in der psychiatrischen Versorgung bereitstehen, der die Versorgung verbessern soll, sowie Grundlage für etwaige Fortbildungen sein kann.
Weiterführende Informationen zu den einzelnen Arbeitspaketen des Projekts sind beim Deutschen Register für Klinische Studien (DRKS) abrufbar:
- AP1: Routinedatenanalyse
- AP2: Versichertenbefragung
- AP3: Leitfadeninterviews mit vulnerablen Patient:innen
- AP4: Befragung von Leistungserbringenden
Projektleitung
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
Leiterin der AG Psychische Gesundheit über die Lebensspanne
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie | CCM
Geschäftsführende Oberärztin, Leiterin der StäB und des Therapiezentrums für bipolare Störungen, Leiterin AG Mental Health Care Research for Vulnerable Groups und AG Digitale Psychiatrie

Projektkoordination

Projektmitglieder
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie | CCM




Laufzeit
März 2024 bis Februar 2027
Förderer / Mittelgeber
G-BA (Förderkennzeichen: 01VSF23037)
Konsortialpartner
Techniker Krankenkasse (TK)
Medienbeiträge
- Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe 21/2025
Entlassmanagement in der Psychiatrie: Schlüssel zur Versorgungskontinuität