Mobil im Havelland

Die Nachwuchsgruppe wird im Rahmen der MOBILE-Studie „Mobil im Havelland“, in Kooperation mit den Havelland-Kliniken, Ressourcen zum Erhalt von Mobilität hochaltriger Menschen und die Versorgungstruktur im ländlichen Raum erforschen.

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Information

Insbesondere in ländlichen Gebieten ist die Integration der Ressourcen aus den Gesundheitsdiensten und aus dem persönlichen Versorgungsnetz entscheidend für die Aufrechterhaltung der Mobilität und Autonomie im Alter und damit für die Gewährleistung einer wirksamen Gesundheitsversorgung. Eine genaue Analyse dieser Ressourcen ist daher für eine verbesserte Versorgung und für den Erhalt der Mobilität bis ins höchste Alter elementar.

Ziel

Übergeordnetes Ziel der geplanten Nachwuchsgruppe von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es, die gerontologische Versorgungsforschung zu stärken und die soziale Gerontologie in die geriatrisch-gerontologische Forschung der Charité zu integrieren und diese damit zu etablieren. Die Nachwuchsgruppe wird durch die Kooperation mit den Havelland-Kliniken die Forschungsstruktur in ländlichen Gebieten beforschen. Die Nachwuchsgruppe und die Studie wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Richtlinie zur Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie gefördert.

Die geplante MOBILE-Studie, welche durch die Nachwuchsgruppe durchgeführt wird, zielt auf Ressourcen dreier Ebenen der Gesundheitsversorgung ab – umweltbezogene, soziale und personale. Die Integration dieser Ressourcen ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Mobilität und Autonomie im Alter und für die Gewährleistung einer effektiven Versorgung, insbesondere in ländlichen Gebieten. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Ressourcen des Gesundheitswesens und des persönlichen Netzwerks verschiedener räumlicher Auflösungen – umweltbezogen, sozial und persönlich – in einer ländlichen Region zu identifizieren (Studienfrage 1) und zu testen, ob eine Tablet-unterstützte Gesundheitsintervention wirksam ist, Mobilität und Partizipation zu ermöglichen (Studienfrage 2). 

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wird eine zweiarmige, pragmatische, randomisierte, kontrollierte Studie (RCT) mit 254 hochaltrigen Menschen aus ländlichen und kleinstädtischen Gebieten der Region Havelland durchgeführt. Der primäre Endpunkt wird objektiv gemessene Mobilität (über GPS-Tracking) sein. Neuartige Aspekte des Projekts umfassen den systemischen Mehrebenen-Ressourcenansatz, die Anwendung innovativer Technologien und die Anpassung der individuellen Bedürfnisse an die Versorgungsmöglichkeiten, im Rahmen eines theoriegeleiteten Vorgehens. Der ökologische Ansatz gewährleistet eine einfache Umsetzung und Verstetigung, um den Nutzen für die Menschen in der Region zu maximieren.

Laufzeit

  • 01.02.2019 – 31.01.2024

Mittelgeber:

  • BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Projektleitung:

Dr. phil. Paul Gellert

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Projektpartner 1:

  • Havelland Kliniken Unternehmensgruppe
  • Ansprechpartner: Nora Schiller

Projektpartner 2:

  • Technische Universität Berlin, Quality and Usability Lab - Telekom Innovation Laboratories,
  • Leitung: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller