Metanavigation:

Hier finden Sie den Zugang zur Notfallseite, Kontaktinformationen, Barrierefreiheits-Einstellungen, die Sprachwahl und die Suchfunktion.

Navigation öffnen

Geschlechtsspezifische Diabetesprävention und Gesundheitsförderung (Prev*Diab)

Gegenstand des Vorhabens ist die Untersuchung geschlechtsspezifischer Bedarfe an bestehende diabetesrelevante Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote. 

Sie befinden sich hier:

Information

Diabetes mellitus Typ 2 gehört zu den häufigsten nichtübertragbaren Erkrankungen in Deutschland. Es bezeichnet eine chronisch gestörte Regulation des Insulinspiegels und tritt meist in mittlerem bis höherem Lebensalter erstmals auf, vornehmlich aufgrund lebensstilassoziierter Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen. Aufgrund des hohen Präventionspotenzials spielen diese Faktoren deshalb in nationalen und internationalen Präventionsstrategien eine zentrale Rolle. Das Geschlecht, verbunden mit sozioökonomischen, soziokulturellen, regionalen und strukturellen Merkmalen der Umwelt wird bislang noch wenig beachtet. Um die Effizienz von Präventionsangeboten wie dem Check-Up 35 zu steigern, müssen deshalb sowohl verhaltens- als auch verhältnisbezogene Faktoren bedacht werden, die mit geschlechtsspezifischen Mustern der Inanspruchnahme interagieren.

Ziel

Gegenstand des Vorhabens ist die Untersuchung geschlechtsspezifischer Bedarfe an bestehende diabetesrelevante Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote. Dazu werden Krankheitswissen und Informationsbedarfe von Personen ohne erkannten Diabetes mellitus Typ 2 anhand von bevölkerungsrepräsentativen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) analysiert (N = 2327), um geschlechtsspezifische Risikofaktoren und Unterschiede im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von diabetesrelevanten Präventionsangeboten herauszuarbeiten. Das geschlechtsspezifische Risiko für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 wird mit einem validierten Risikoscore (DRT) ermittelt, welcher Übereinstimmungen in der Prävalenz mit Prädiabetes zeigte. Dadurch können Personen mit einem höheren und einem geringeren Diabetes-Risiko vergleichend untersucht werden. Im parallelen zweiten Strang wird im Rahmen einer Ist-Bedarfsanalyse erfasst, ob und in welchem Maße Angebote zur geschlechtsspezifischen Gesundheitsförderung und Prävention von Diabetes mellitus Typ 2 in der hausärztlichen Versorgung (bspw. Check-Up 35, Beratungsangebote, empfohlene Gesundheits-Apps) zum Einsatz kommen und wie diese geschlechtsspezifisch bewertet werden. Dazu werden bundesweit allgemeinmedizinischen Praxen befragt. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden praxisnahe Empfehlungen für die Ausgestaltung geschlechtsspezifischer Präventionskonzepte abgeleitet. 

Projektlaufzeit

  • 01.04.2021 bis 31.03.2024

Mittelgeber

  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
    BMG Förderkennzeichen 2520FSB114

Projektleitung

Projektkoordination

Projektmitarbeiterin

M.Sc. Francesca Färber

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kooperationspartner

  • Abt. für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Robert Koch-Institut (RKI)
    Dr. Christa Scheidt-Nave, MPH
  • Institut für Gerontologie, Universität Vechta
    Prof. Dr. Andrea Teti, MPH