PSY-CARE: Depression bei zuhause lebenden Pflegebedürftigen

Viele Menschen mit körperliche Einschränkungen leiden unter depressiven Stimmungslagen: Fast jeder dritte bis vierte Pflegebedürftige ist von depressiver Symptomatik betroffen. Zudem sind Pflegebedürftige psychosozialen Belastungsfaktoren ausgesetzt, die das Risiko für Depression erhöhen.

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Kurzzeitpsychotherapie im Behandlungsteam mit Hausärzten und Pflegenden

Der deutliche Zusammenhang zwischen Depression und beeinträchtigter Lebensqualität macht es zu einer wichtigen gesundheitspolitischen Aufgabe, Depressionen zu erkennen und angemessen zu behandeln. Allerdings ist die Versorgungsrealität von pflegebedürftigen älteren Menschen mit Depression stark defizitär.

Ziel der Studie

Das Projekt PSY-CARE untersucht, ob eine ambulante Kurzzeit-Psychotherapie bei zuhause lebenden Pflegebedürftigen mit Depression wirkt und wie solch eine Behandlung im Erfolgsfall in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aufgenommen werden könnte. Die Therapie wird von gerontologisch qualifizierten Ärztlichen und Psychologischen Psychotherapeuten im Behandlungsteam mit Hausärzten und Pflegenden durchgeführt. Außerdem finden Schulungen für das Behandlerteam statt. PSY-CARE richtet sich an zuhause lebende Personen ab 60 Jahren mit Pflegegrad und Depression und soll in Berlin und angrenzenden Regionen Brandenburgs umgesetzt werden.

Neben der Bewertung der Wirksamkeit der Kurzzeitpsychotherapie liefert PSY-CARE konkretes handlungsleitendes Wissen, besonders für die Aus- und Fortbildung im Bereich „Psychotherapie mit Älteren“ und die hausärztliche und pflegerische Fortbildung im Bereich „Depression im Alter“. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Potenziale und Grenzen einer bedarfsangemessenen Versorgung älterer Pflegebedürftiger mit Depression im Rahmen der regulären Gesundheitsversorgung.

Projektlaufzeit

01.06.2018 – 31.05.2021

Mittelgeber

  • Gemeinsamer Bundesausschuss (Innovationsfonds)

Projektleitung

Dr. phil. Paul Gellert

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Projektkoodination

Kooperationspartner

  • MSB Medical School Berlin, Leitung: Prof. Dr. Eva-Marie Kessler
  • Projektverantwortliche: Dr. Christina Tegeler, Dipl. Psych. Claudia Vathke
  • Caritas Altenhilfe
  • Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)
  • Department Medizinpädagogik und Pflege der MSB Medical School Berlin