Rehabilitationsforschung

Mit den Schwerpunkten:

  • Bedarf und Inanspruchnahme von Reha-Angeboten
  • Klassifikationssysteme in der Rehabilitation
  • Assessmententwicklung und –Einsatz
  • Effektivität und Effizienz der Rehabilitation
  • Versorgungsstrukturen und –modelle
  • Qualitätssicherung
  • Nachhaltigkeit und Nachsorge
  • Patientenorientierung und neue Medien

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Rehabilitationsforschung

Im Mittelpunkt der Rehabilitationsforschung stehen Untersuchungen zum Bedarf und der Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen, zur Qualität von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen der Leistungserbringung in entsprechenden Fachkliniken, zur Entwicklung von Instrumenten für diese Ansätze, so z.B. von Assessments für die Bedarfsmessung, sowie Studien zur Effektivität von Rehabilitationsmaßnahmen. Besonderes Augenmerk gilt der Optimierung von Schnittstellen im Versorgungsprozess, so der Reha-Zugangssteuerung und der Reha-Nachsorge. Mit dem Focus der Patientenorientierung wird an der Entwicklung und Implementation von Unterstützungsangeboten für Patienten und Gesundheitsversorger gearbeitet, teilweise unter Nutzung neuer Medien – so wurden z.B. ein Herzpass und ein Online-Portal (Herzwegweiser) für die kardiologische Rehabilitation entwickelt sowie ein telefonisches Nachsorgeangebot für die Suchtrehabilitation implementiert und evaluiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Klassifikationssystemen für die Rehabilitation, so z.B. für berufliche Rehabilitationsleistungen sowie für die Unterscheidung von Rehabilitandenfallgruppen. Die Forschungsansätze der Abteilung sind indikationsübergreifend angelegt, wobei ein Schwerpunkt auf der Suchtrehabilitation, der psychosomatischen, der orthopädischen sowie der kardiologischen Rehabilitation liegt.          

Bereits abgeschlossene Projekte des Forschungsschwerpunktes

Nachsorgekonzept für die psychosomatische Rehabilitation (PsychSoma)

Entwicklung und Evaluation eines auf den Nachsorgebedarf angestimmten differenziellen Nachsorgekonzepts für die psychosomatische Rehabilitation (PsychSoma)

In einer Kooperation mit der psychosomatischen Abteilung der Klinik Höhenried wird ein differenziertes, am Nachsorgebedarf orientiertes, Nachsorgekonzept

  • entwickelt,
  • implementiert und
  • evaluiert.

Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  1. Lassen sich mittels eines Patientenfragebogens die somato-psycho-sozialen Nachsorge-Bedarfe systematisch erfassen und gewichten, sodass eine begründete Auswahl und Zuweisung zu differenziellen Formen der Nachsorge erfolgen kann?
  2. Können durch ein gedarfsgerechtes, individualisiertes Nachsorgeprogramm die Effekte der psychosomatischen Rehabilitationsbehandlung verstetigt werden?

Projektlaufzeit: Januar 2013 - Juni 2018

Kooperationspartner: Klinik Höhenried gGmbH, Prof. Philipp Martius (Chefarzt Psychosomatik)

Mittelgeber: Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd

Telefonische Nachsorge nach stationärer Alkoholentwöhnung (TelNa)

Implementation eines telefonischen Nachsorgeangebots für Rehabilitanden nach stationärer Alkoholentwöhnung (TelNa)

Für einen Teil der Rehabilitanden mit chronischen Erkrankungen ist die zeitlich begrenzte stationäre Rehabilitation nicht ausreichend, um den Behandlungserfolg auch anhaltend zu stabilisieren. Aus diesem Grund werden Nachsorgemaßnahmen angeboten, um die positiven Effekte der Reha-Leistungen zu verstetigen.

Das Forschungsprojekt untersucht in einer Implementationsstudie die Akzeptanz und die Praktikabilität eines telefonischen Nachsorgeangebots nach Alkoholentwöhnungsbehandlung inklusive Aufwandsabschätzung.

  • Dokumente (Patientensteckbriefe und Durchführungsprotokolle),
  • schriftliche Patientenbefragungen (Evaluationsbogen nach der Intervention),
  • Interviews und
  • Fokusgruppen (mit Experten und Rehabilitanden)

stellen die Datenbasis des Projekts dar. Die erhobenen Daten werden mittels qualitativer und quantitativer Verfahren ausgewertet und dienen der Entwicklung und anschließenden Evaluation des Nachsorgeangebots.

Projektlaufzeit: Januar 2016 - März 2018

Kooperationspartner: MEDIAN Kliniken Daun, Münchwies und Tönisstein

Mittelgeber: Deutsche Rentenversicherung Bund

Determinanten der Antragstellung in der Kinder- und Jugend-Rehabilitation

Determinanten der Antragstellung in der Kinder- & Jugendrehabilitation

Ausgehend von einer systematischen Literaturanalyse sollen die bislang untersuchten Determinanten der Antragstellung zur Kinder- und Jugendrehabilitation identifiziert werden.

Anschließend sollen diese Faktoren anhand der zur Verfügung stehenden Routinedaten der DRV überprüft werden und ggf. weitere Faktoren aus den Routinedaten extrahiert werden, die das Antragsverhalten zur medizinischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen und deren Veränderungen im Laufe der Zeit und über die untersuchten Regionen beschreiben können.

Im zweiten Teil der Studie werden niedergelassene Kinder- und Jugendmediziner sowie Kinder- und Jugend-Psychotherapeuten per Fragebogen befragt. Themen der Befragung sind u. a.

  • das Wissen der Therapeuten über Kinder- und Jugendrehabilitation und
  • die Hindernisse, die der Beantragung einer Rehabilitation im Wege stehen.

Projektlaufzeit: Januar - Dezember 2017

Mittelgeber: Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Patientenzufriedenheit: Überprüfung der Gütekriterien eines Fragebogens (PatZu)

Zufriedenheitsmessung in der Akutsomatik und Psychiatrie: Überprüfung der Gütekriterien eines bereits entwickelten Fragebogens (PatZu)

Im Rahmen der Qualitätsmessungen in der Schweiz führt der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung (ANQ) auch Patientenzufriedenheitsbefragungen durch. Dabei sollen die Patientenzufriedenheitsmessungen einen schweizweiten Klinikvergleich ermöglichen. Vergangene Messungen im Bereich der Akutsomatik zeigen allgemein eine hohe Patientenzufriedenheit und weisen eine sehr geringe Varianz zwischen den Spitälern auf. Zur Weiterentwicklung einer differenzierten Messung der Patientenzufriedenheit wurde vom ANQ ein modifizierter Fragebogen entworfen.

Die Überprüfung und Testung des Fragebogens wurde vom Bereich Rehabilitationsforschung übernommen. Ein Schwerpunkt dieser Testung besteht in der Ermittlung des am besten diskriminierenden Antwortformats. Mit diesem Ziel wurde der Fragebogen in drei unterschiedlichen Skalenformaten in einem Split-Ballot-Design in den teilnehmenden Kliniken eingesetzt. Die Testung des Fragebogens erfolgte zunächst in Akutkliniken und in psychiatrischen Kliniken in allen drei Landessprachen (d, f, i). Vor der Durchführung der quantitativen Pilotstudie wurden kognitive Interviews mit akutstationären und psychiatrischen Patienten zur finalen Gestaltung des Fragebogens (Fragen und Antwortmöglichkeiten) durchgeführt. Im Anschluss wurde der Fragebogen auch im Bereich der Rehabilitation getestet.

Neben der Ermittlung des am besten geeigneten Skalenformats hat die Studie auch empirisch abgesicherte Erkenntnisse zur Notwendigkeit und geeigneten Methode einer risikoadjustierten Auswertung geliefert.

Projektlaufzeit: Mai 2015 - Dezember 2017

Förderer: Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ), Schweiz

Personalisierter Patientenpass für kardiologische Rehabilitanden (AkuReNa)

Personalisierter Patientenpass zur Dokumentation des Therapie- und Versorgungsverlaufs in der Akut-, Reha- und Nachsorgephase von kardiologischen Rehabilitanden (AkuReNa)

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines standardisierten Patientenpasses zur interdisziplinären Information für Ärzte, Ärztinnen und kardiologische Rehabilitanden. Der Patientenpass soll auf den ärztlichen Behandlungsempfehlungen und der leitliniengerechten Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen basieren und alle medizinischen Daten von der Diagnose und Behandlung bis hin zur Nachsorge bündeln.

Projektlaufzeit: Januar 2015 - November 2017

Mittelgeber: Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Eingliederungsmanagement nach beruflicher Rehabilitation (EGM-LTA)

Eingliederungsmanagement nach beruflicher Rehabilitation. Untersuchungen zu Formen, Angeboten und Ergebnissen der Förderung des Eingliederungsprozesses nach beruflichen Bildungsleistungen (EGM-LTA)

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) sind grundsätzlich auf die (Re-)Integration von Versicherten in das Erwerbsleben ausgerichtet. Dieses Ziel wird gerade bei den aufwändigen Bildungsmaßnahmen noch zu häufig nicht erreicht und bedarf weiterer Aktivitäten. Die Rehabilitationsträger unterstützen selbst mit weiteren Leistungen diesen Prozess. Darüber hinaus bieten Bildungseinrichtungen, sofern kein Arbeitsplatz bereits im Rahmen der Bildungsmaßnahme erlangt wurde, Unterstützung nach Abschluss der Bildungsmaßnahmen an.

Auf Basis qualitativer und quantitativer Befragungen von Bildungseinrichtungen und Rehabilitanden und Rehabilitandinnen sowie Längsschnittschnittanalysen von Prozessdaten werden die Nachbetreuungsangebote und Folgeleistungen nach Abschluss einer beruflichen Bildungsleistung, deren Nutzung und Ergebnisse mit dem Ziel analysiert, eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung des Integrationsmanagements zu erarbeiten sowie Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Optimierung des Integrationsmanagements abzuleiten.

Projektlaufzeit: April 2015 bis März 2017

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund

Strukturen, Bedingungen und Akzeptanz berufsbegleitender Prävention für KMU (Prä-KMU)

Prävention vor Rehabilitation. Eine explorativ-qualitative Untersuchung der Strukturen, Bedingungen und Akzeptanz berufsbegleitender Präventionsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Region Berlin-Brandenburg (Prä-KMU)

Der Erhalt der Gesundheit im Arbeitsleben spielt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels eine zunehmend bedeutende Rolle für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Leistungsträger.

Ziel der Studie ist es, Strukturen, Bedingungen und Akzeptanz spezifischer berufsbegleitender Präventionsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Kooperation mit medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in der Region Berlin-Brandenburg zu untersuchen, um konkrete Lösungsansätze für die Gestaltung entsprechender Strukturen zu formulieren.

Die Studie ist als qualitatives Forschungsprojekt konzipiert: Zum Einsatz kommen problemzentrierte Interviews mit Arbeitnehmern, Arbeitgebern, Betriebsärzten, Rehakliniken sowie Experteninterviews mit Vertretern aus Verbänden etc., Fokusgruppen mit Arbeitnehmern.

Projektlaufzeit: März 2015 - Februar 2017

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund

Assessmentgestützte Eingangsdiagnostik mit abgestuften Therapieempfehlungen und Umsetzung von patientenseitigen bewegungstherapeutischen Präferenzen zur Wirksamkeitssteigerung der Rehabilitation bei chronischem Rückenschmerz (RückCare)

Assessmentgestützte Eingangsdiagnostik mit abgestuften Therapieempfehlungen und Umsetzung von patientenseitigen bewegungstherapeutischen Präferenzen zur Wirksamkeitssteigerung der Rehabilitation bei chronischem Rückenschmerz (RückCare)

Primäre Forschungsfragen: Führt eine assessmentbasierte, individualisierte Therapiegestaltung mittels EDV-basierter Eingangsdiagnostik in einem kontrollierten Design zu einer statistisch belastbaren Wirksamkeitssteigerung der Rehabilitation? Kann durch ein nach subjektiven Präferenzen ausgestaltetes bewegungstherapeutisches Angebot die Wirksamkeit der Rehabilitation gesteigert werden?

Sekundäre Forschungsfragen: Wie wirken sich die visualisierte Aufbereitung individueller Beeinträchtigungscharakteristiken sowie das angestrebte Leitmotiv (Motto) der Rehabilitation auf die Kommunikationsstile im Rahmen der Patienten-Behandler-Kommunikation aus? Inwieweit führt die auf den Präferenzen der Patienten aufgebaute bewegungstherapeutische Intervention zu einer höheren Umsetzungsplanung in den Alltag?

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit: Erstellung eines für die Praxis ad-hoc nutzbaren Interventionssets für eine verbesserte Umsetzung von Therapiestandards bei optimierter Nutzung von Therapieressourcen zur budget-neutralen Wirksamkeitssteigerung der medizinischen Rehabilitation bei chronischem Rückenschmerz.

Projektlaufzeit: Juni 2015 - Dezember 2016

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd

Evaluation des Projekts "Integrationsnetzwerk Nord" (EVA-INN)

Evaluation des Projekts "Integrationsnetzwerk Nord" (EVA-INN)

Das Projekt evaluiert ein Konzept, welches von der Projektgruppe „Integrationsnetzwerk Nord“ (5 Berufsförderungswerke und 4 RV-Träger) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um berufliche Bildungsleistungen, die in hohem Maße auf die individuellen Voraussetzungen der Rehabilitanden und auf die speziellen Anforderungen des künftigen Arbeitsplatzes ausgerichtet sind. Es soll evaluiert werden, ob mit diesem Konzept die Integration in das Erwerbsleben erfolgreicher, schneller und kostengünstiger erreicht wird. Das EVA-INN-Projekt bedient sich für die Bewertung der Zielerreichung quantitativer (Prozessdatenanalysen) und qualitativer (Leitfadeninterviews, Fokusgruppen) Forschungsmethoden.

Projektlaufzeit: April 2014 - September 2015

Förderer: Stiftung des Landes Niedersachsen für berufliche Rehabilitation

www.kardio-guide.de - Online Portal für Rehabilitanden mit Herz-Kreislauferkrankungen und medizinische Fachkreise in der Region Berlin-Brandenburg

www.kardio-guide.de - Online Portal für Rehabilitanden mit Herz-Kreislauferkrankungen und medizinische Fachkreise in der Region Berlin-Brandenburg

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Internet-Portals für Patientinnen und Patienten mit einer Herz-Kreislauferkrankung, die in Berlin oder Brandenburg wohnen. Um die Inanspruchnahme von Nachsorgeprogrammen und -angeboten zu erhöhen, soll das Portal wichtige Informationen über diese Erkrankung und wohnortnahe Adressen von Nachsorgeanbietern (z. B. Herzgruppen, Tabakentwöhnungsprogramme, Selbsthilfegruppen sowie ärztliche und psychotherapeutische Praxen) präsentieren. Darüber hinaus wird dem medizinischen und therapeutischen Fachkollegium die Möglichkeit des Austausches geboten, um die Vernetzung der kardiologischen Rehabilitation in dieser Region zu verbessern.

Projektlaufzeit: Januar 2013 - April 2015

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Leistungsklassifikation für die berufliche Rehabilitation (LBR)

Pilotprojekt Leistungsklassifikation für die berufliche Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (LBR)

Ziel des Projektes ist die Erprobung eines neu entwickelten Instruments zur Abbildung der Prozessqualität im Bereich der beruflichen Rehabilitation, der Leistungsklassifikation für die berufliche Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (LBR). Diese liegt zurzeit in einer Pilotversion vor, die nun im praktischen Einsatz in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation erprobt wird. Zielsetzungen des Projektes sind:

  • die Erfassung von Hinweisen für eine aufwandsarme LBR-Dokumentation,
  • die Überprüfung der Anwendbarkeit und Handhabbarkeit der klassifikatorischen Änderungen und Erweiterungen nach der Testphase in der Praxis,
  • die Erarbeitung eines Rückmeldekonzeptes der LBR-Daten für RV-Träger und Reha-Einrichtungen,
  • die Entwicklung eines inhaltlich ausgewiesenen Vergleichsgruppenkonzepts für vergleichende Qualitätsanalysen in der beruflichen Rehabilitation.

Projektlaufzeit: Oktober 2013 - März 2015

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund

Wirksamkeit einer sektorenübergreifenden geschlechtsspezifischen Intervention zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens von KHK-RehabilitandInnen (CARO-PRE-II)

Wirksamkeit einer sektorenübergreifenden geschlechtsspezifischen Intervention zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens von KHK-Rehabilitanden (CARO-PRE II)

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Evaluierung einer sektorenübergreifenden geschlechtsspezifischen Intervention für KHK-RehabilitandInnen, die zur Verbesserung und Verstetigung eines gesundheitsfördernden Verhaltens beitragen soll. In einer qualitativen Untersuchung werden zunächst spezifische Erwartungen und Kognitionen weiblicher und männlicher KHK-Rehabilitanden im Hinblick auf ein nachhaltiges Gesundheitsverhalten identifiziert und beschrieben. Darauf aufbauend wird eine geschlechtsspezifische Intervention entwickelt, die aus zwei Elementen besteht. Neben einer manualgestützten Zielvereinbarung zum Gesundheitsverhalten in der Phase-III-Rehabilitation, die Reha-ÄrztInnen und RehabilitandInnen am Ende der Reha treffen, wird eine Zielkontrollintervention drei Monate nach Ende der Rehabilitation durchgeführt. Diese umfasst eine Kontrolle der Zielerreichung und eine erneute Motivation bzw. Unterstützung der Umsetzung und Selbstregulation zur Verstetigung der Verhaltensänderung. Im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Interventionsstudie wird die entwickelte Intervention auf ihre Wirksamkeit mit der Fragestellung überprüft, ob sich das Gesundheitsverhalten von weiblichen und männlichen KHK-Rehabilitanden in der Phase III der Rehabilitation verbessert.

Projektlaufzeit: Januar 2011 - März 2015

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund

Entwicklungstrends und Strukturen von Anschlussrehabilitationen (ETS-AHB)

Entwicklungstrends und Strukturen von Anschlussrehabilitationen (ETS-AHB)

Anschlussrehabilitationen (AR) werden unmittelbar nach der Akutversorgung definierter Krankheiten entsprechend (Indikationskatalog) im Krankenhaus eingeleitet und in Reha-Kliniken durchgeführt. Ihr Anteil ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Im ETS-AHB-Projekt werden die Routinedaten aller Rentenversicherungen zur medizinischen Rehabilitation über einen Zeitraum von 8 Jahren analysiert und mit den Entwicklungen der Akutversorgung verglichen. Dies erfolgt differenziert für alle Krankheitsgruppen alters- und geschlechtsspezifisch und jedes Bundesland. Mit den Daten werden mittels Trendberechnungen Prognosen für die weitere Entwicklung der verschiedenen Indikationen von AR erstellt.

Projektlaufzeit: September 2013 - Januar 2015

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund

Entwicklung eines Best-Practice-Konzepts für die orthopädische Rehabilitation

Entwicklung eines Best-Practice-Konzepts für die orthopädische Rehabilitation - Schwerpunkt chronischer Rückschmerz

Auf der Grundlage bestehender Datensätze und einer Literaturrecherche Empfehlungen für eine assessementbasierte Eingangsdiagnostik erarbeitet. Hierfür werden zunächst Messindizes entwickelt und die Ergebnisqualität von orthopädischen Kliniken vergleichend analysiert. Die Einflussfaktoren auf die gezeigten Unterschiede werden extrahiert und deren Beeinflussung durch das Klinik-Management aufgezeigt.

Durch die Entwicklung eines Screenings psychosozialer Beeinträchtigungen zum Reha-Anfang soll abschließend ein Instrument für die Klinik Höhenried zur Verfügung stehen, welches es ermöglicht die für die Persistenz und Chronifizierung verantwortlichen psychosozialen Beeinträchtigungen gezielt zu identifizieren und in die Therapie und das Schnittstellenmanagement einzubeziehen.

Projektlaufzeit: März 2013 - Dezember 2014

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bayern-Süd

Schulungsmodul zur Bewältigung von Arbeit-Familie-Konflikten und beruflichen Belastungen für Frauen (Women@work)

Women@work - ein geschlechtersensibles Schulungsmodul zur Bewältigung von Arbeit-Familie-Konflikten und beruflichen Belastungssituationen für erwerbstätige Frauen

Primäres Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Implementierung einer frauenspezifischen berufsorientierten Patientenschulung für erwerbstätige Frauen im Rahmen der orthopädischen Rehabilitation und die Überprüfung ihrer Wirksamkeit. Die Wirksamkeitsstudie wird als multizentrische clusterrandomisierte Studie durchgeführt und soll untersuchen, ob das konzipierte Schulungsprogramm zu einer besseren Arbeitsbewältigung und verringerten Belastungen durch Arbeit-Familie-Konflikte führt. Um Veränderungen in der Belastungsintensität durch Vereinbarkeitsprobleme der beiden Lebensbereiche Beruf und Familie messen zu können, wird außerdem der Work-Family Conflict Questionnaire (WFCQ) von Kelloway und Kollegen übersetzt und validiert. Ein drittes Arbeitspaket ist die Erstellung und testtheoretische Überprüfung einer Checkliste zur Erfassung von Belastungen erwerbstätiger Frauen.

Projektlaufzeit: Januar 2011 - September 2014

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Evaluation der RMK-Therapieorientierungswerte für die stationäre Alkoholentwöhnung

Evaluation der RMK-Therapieorientierungswerte im Praxiseinsatz in Reha-Kliniken für die stationäre Alkoholentwöhnung

Die Praktikabilität des RMK-Assessments und der Algorithmen für die Bedarfsgruppierung alkoholabhängiger Rehabilitanden wurde im Jahr 2009 erstmals in 12 Reha-Einrichtungen im klinischen Alltag erfolgreich getestet. Vor diesem Hintergrund besteht das primäre Ziel dieses Projektes darin, die Umsetzbarkeit und den Nutzen der empfohlenen RMK-Therapieorientierungswerte für die alltäglichen Behandlungsprozesse in 12 Einrichtungen für die stationäre Alkoholentwöhnung (1) auf empirischer Grundlage und (2) aus Sicht der Anwender zu untersuchen und entsprechende Empfehlungen abzuleiten. Über die Praktikabilität der RMK-Instrumente und -Algorithmen hinaus soll damit erstmals auch die Steuerungswirksamkeit der RMK im Hinblick auf die mit ihrem Einsatz angestrebte Optimierung der klinikinternen Therapieprozesse sowie der Reha-Ergebnisse untersucht werden.

Ein weiteres Ziel des Projektes besteht darin, die prognostische Bedeutung der RMK für die längerfristige Outcome-Messung zu untersuchen. Dies wird auf der Basis der routinemäßig in den Kliniken durchgeführten 1-Jahres-Katamnesen erfolgen.

Projektlaufzeit: April 2011 - Juni 2014

Förderer: Paritätische Förderung durch Deutsche Rentenversicherung Bund und acht Unternehmen: AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft AG, Johannesbad Unternehmensgruppe, Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss), Fachklinik Eußerthal, Haus Saaletal GmbH, Klinik Eschenburg KG, Paracelsus-Kliniken-Deutschland GmbH, salus klinik Lindow.

Differenzielle Indikation für stationäre Kurzzeitbehandlung, Kombibehandlung und Tagesrehabilitation

Differenzielle Indikation für stationäre Kurzzeitbehandlung, Kombibehandlung und Tagesrehabilitation

Stationäre Kurzzeitbehandlung, Kombibehandlung und Tagesrehabilitation sind Behandlungsansätze in der Rehabilitation alkoholabhängiger Patienten, die sich nach den geltenden selektiven Indikationskriterien überwiegend an eine prognostisch günstigere Klientel wenden und daher eine große Schnittmenge hinsichtlich der Schweregradausprägung von Störungsmerkmalen sowie sonstiger rehabilitationsrelevanter Merkmalsausprägungen aufweisen. Tatsächlich lassen aber vergleichende Studien vermuten, dass zumindest die Tagesrehabilitation eine Klientel behandelt, die eher der stationären Langzeitklientel ähnlich ist. Auch stationär-ambulante Kombibehandlungen scheinen eher eine Alternative zu Langzeitbehandlungen zu sein. In der geplanten Untersuchung soll anhand von stationär und tagesklinisch behandelten Patienten geprüft werden, ob sich die Patienten der drei Behandlungsmodule Kurzzeit-, stationäre-ambulante Kombinationsbehandlung sowie ambulante, tagesklinische Behandlung unterscheiden und welche Patienten mit welchem Beeinträchtigungsmuster von welchem Behandlungsansatz besonders profitieren. Darüber hinaus werden die drei Gruppen mit der Gruppe von Patienten in der "herkömmlichen" stationären Langzeitbehandlung verglichen. Als differenzielles Konstrukt zur Beschreibung der Patienten werden die Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) verwendet.

Projektlaufzeit: Januar 2011 - Juni 2014

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

MyRehab

MyRehab

Gemäß der „Web Content Accessibility Guidelines“ (WCAG, 2008) sind für die zugängliche Gestaltung einer Webseite vier wesentliche Prinzipien zu beachten: die Wahrnehmbarkeit, die Bedienbarkeit, die Verständlichkeit und die Robustheit der Technik. Vor diesem Hintergrund soll die graphische Benutzeroberfläche (GUI) der telemedizinisch assistierten Trainings- und Therapieumgebung, die in dem Projekt MyRehab gemeinsam von Fraunhofer FIRST und dem Reha-Zentrum Lübben entwickelt wurde, einem ersten Anwendertest unterzogen und auf Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit überprüft werden. Ziel des Projekts ist es, die GUI des häuslichen und mobilen Systems mit Hilfe der Anwenderbefragung zu optimieren und im Sinne des Konzepts „Design für alle“ derart zu gestalten, dass sie für so viele Menschen wie möglich ohne weitere Anpassung nutzbar ist.

Im zweiten Schritt wird ein Feldtest durchgeführt, bei dem das häusliche oder mobile System im Alltag der Rehabilitanden erprobt wird.

Projektlaufzeit: November 2012 bis April 2014

Förderer: Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS)

Entwicklung und Testung eines generischen Screenings (Generik)

Entwicklung und Testung eines generischen Screenings für die Vorabschätzung von Fallgruppen im Antragsverfahren auf medizinische Rehabilitation (Generik)

Das Forschungsprojekt hatte die Entwicklung eines indikationsübergreifenden Screenings zum Ziel, um bereits im Antragsverfahren auf medizinische Rehabilitation die Identifikation von Antragstellern mit besonderen Problemlagen zu unterstützen und auf dieser Basis geeignete Rehabilitationseinrichtungen auswählen zu können.

In der ersten Studienphase wurde auf Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells ein generisches Assessment entwickelt und dieses anschließend auf Basis einer nach Diagnosegruppen geschichteten Bewilligtenstichprobe bei n=2.736 Rehabilitanden psychometrisch getestet. Die Fragebogendaten wurden mit Routinedaten aus dem ärztlichen Reha-Entlassungsbericht und dem Versicherungskonto verknüpft.

In der zweiten Studienphase wurde das generische (Lang-)Assessment zu einem (Kurz-)Screening auf Basis a priori definierter inhaltlicher und methodischer Kriterien verdichtet. Dieses Screening wurde testweise in der Antragsbegutachtung durch ein Pilotteam des sozialmedizinischen Diensts der Deutschen Rentenversicherung Bund einbezogen. In der Evaluation zeigten sich insbesondere die Screening-Fragen auf berufliche Belastungen, psychische Beeinträchtigung und Beeinträchtigung durch Schmerzen als hilfreich für die Auswahl von geeigneten Rehabilitationseinrichtungen entsprechend des Beeinträchtigungsprofils von Antragstellern.

Die Identifikation von Rehabilitanden mit besonderen Problemlagen auf Basis eines Screenings bereits im Antragsverfahren könnte zukünftig die differenzielle Zuweisung in Rehabilitationseinrichtungen mit spezifischen Behandlungskonzepten weiter verbessern.

Projektlaufzeit: Januar 2011 – März 2014

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund