Rehabilitationsforschung

Mit den Schwerpunkten:

  • Bedarf und Inanspruchnahme von Reha-Angeboten
  • Klassifikationssysteme in der Rehabilitation
  • Assessmententwicklung und –Einsatz
  • Effektivität und Effizienz der Rehabilitation
  • Versorgungsstrukturen und –modelle
  • Qualitätssicherung
  • Nachhaltigkeit und Nachsorge
  • Patientenorientierung und neue Medien

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Rehabilitationsforschung

Im Mittelpunkt der Rehabilitationsforschung stehen Untersuchungen zum Bedarf und der Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen, zur Qualität von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen der Leistungserbringung in entsprechenden Fachkliniken, zur Entwicklung von Instrumenten für diese Ansätze, so z.B. von Assessments für die Bedarfsmessung, sowie Studien zur Effektivität von Rehabilitationsmaßnahmen. Besonderes Augenmerk gilt der Optimierung von Schnittstellen im Versorgungsprozess, so der Reha-Zugangssteuerung und der Reha-Nachsorge. Mit dem Focus der Patientenorientierung wird an der Entwicklung und Implementation von Unterstützungsangeboten für Patienten und Gesundheitsversorger gearbeitet, teilweise unter Nutzung neuer Medien – so wurden z.B. ein Herzpass und ein Online-Portal (Herzwegweiser) für die kardiologische Rehabilitation entwickelt sowie ein telefonisches Nachsorgeangebot für die Suchtrehabilitation implementiert und evaluiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Klassifikationssystemen für die Rehabilitation, so z.B. für berufliche Rehabilitationsleistungen sowie für die Unterscheidung von Rehabilitandenfallgruppen. Die Forschungsansätze der Abteilung sind indikationsübergreifend angelegt, wobei ein Schwerpunkt auf der Suchtrehabilitation, der psychosomatischen, der orthopädischen sowie der kardiologischen Rehabilitation liegt.          

Bereits abgeschlossene Projekte des Forschungsschwerpunktes

Determinanten

Determinanten in der Kinder- & Jugendrehabilitation

Ausgehend von einer systematischen Literaturanalyse sollen die bislang untersuchten Determinanten der Antragstellung zur Kinder- und Jugendrehabilitation identifiziert werden.

Anschließend sollen diese Faktoren anhand der zur Verfügung stehenden Routinedaten der DRV überprüft werden und ggf. weitere Faktoren aus den Routinedaten extrahiert werden, die das Antragsverhalten zur medizinischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen und deren Veränderungen im Laufe der Zeit und über die untersuchten Regionen beschreiben können.

Im zweiten Teil der Studie werden niedergelassene Kinder- und Jugendmediziner sowie Kinder- und Jugend-Psychotherapeuten per Fragebogen befragt. Themen der Befragung sind u. a.

  • das Wissen der Therapeuten über Kinder- und Jugendrehabilitation und
  • die Hindernisse, die der Beantragung einer Rehabilitation im Wege stehen.

Projektlaufzeit: Januar bis Dezember 2017

Mittelgeber: Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Projektleitung: Prof. Dr. Karla Spyra

Projektteam: Dipl-Psych. Sebastian Bernert, Dipl.-Psych. Nina Ammelburg, Dipl.-Psych. Sandra Fahrenkrog

AkuReNa

Personalisierter Patientenpass zur Dokumentation des Therapie- und Versorgungsverlaufs in der Akut-, Reha- und Nachsorgephase von kardiologischen Rehabilitanden

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines standardisierten Patientenpasses zur interdisziplinären Information für Ärzte, Ärztinnen und kardiologische Rehabilitanden. Der Patientenpass soll auf den ärztlichen Behandlungsempfehlungen und der leitliniengerechten Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen basieren und alle medizinischen Daten von der Diagnose und Behandlung bis hin zur Nachsorge bündeln.

Projektlaufzeit: Januar 2015 - November 2017

Mittelgeber: Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Projektleitung: Prof. Dr. Karla Spyra

Projektteam: Dipl.-Kffr. Rebecca Falinski, Dr. med. Sabine Stamm-Balderjahn

Generik

Entwicklung und Testung eines generischen Screenings für die Vorabschätzung von Fallgruppen im Antragsverfahren auf medizinische Rehabilitation (Generik)

Das Forschungsprojekt hatte die Entwicklung eines indikationsübergreifenden Screenings zum Ziel, um bereits im Antragsverfahren auf medizinische Rehabilitation die Identifikation von Antragstellern mit besonderen Problemlagen zu unterstützen und auf dieser Basis geeignete Rehabilitationseinrichtungen auswählen zu können.

In der ersten Studienphase wurde auf Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells ein generisches Assessment entwickelt und dieses anschließend auf Basis einer nach Diagnosegruppen geschichteten Bewilligtenstichprobe bei n=2.736 Rehabilitanden psychometrisch getestet. Die Fragebogendaten wurden mit Routinedaten aus dem ärztlichen Reha-Entlassungsbericht und dem Versicherungskonto verknüpft.

In der zweiten Studienphase wurde das generische (Lang-)Assessment zu einem (Kurz-)Screening auf Basis a priori definierter inhaltlicher und methodischer Kriterien verdichtet. Dieses Screening wurde testweise in der Antragsbegutachtung durch ein Pilotteam des sozialmedizinischen Diensts der Deutschen Rentenversicherung Bund einbezogen. In der Evaluation zeigten sich insbesondere die Screening-Fragen auf berufliche Belastungen, psychische Beeinträchtigung und Beeinträchtigung durch Schmerzen als hilfreich für die Auswahl von geeigneten Rehabilitationseinrichtungen entsprechend des Beeinträchtigungsprofils von Antragstellern.

Die Identifikation von Rehabilitanden mit besonderen Problemlagen auf Basis eines Screenings bereits im Antragsverfahren könnte zukünftig die differenzielle Zuweisung in Rehabilitationseinrichtungen mit spezifischen Behandlungskonzepten weiter verbessern.

Projektlaufzeit: Januar 2011 – März 2014

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund

Projektleitung: Prof. Dr. Karla Spyra

Projektbetreuung: Martin Brünger, Arzt, MPH