Bedeutung berufsbezogener Belastungen (BeBB)

Im Projekt „BeBB“ wird die Bedeutung berufsbedingter Belastungen für Reha-Inanspruchnahme, Erwerbsminderung und weitere sozialmedizinische Indikatoren anhand von Routinedatenanalysen untersucht

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Bedeutung berufsbedingter Belastungen für Reha-Inanspruchnahme, Erwerbsminderung und weitere sozialmedizinische Indikatoren

Physische und psychosoziale Arbeitsbelastungen haben Auswirkungen auf die Gesundheit und damit auf den Rehabilitationsbedarf, die Reha-Inanspruchnahme sowie die Erwerbsfähigkeit. Bei der Rehabilitation im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV) stehen Sicherung bzw. Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit im Fokus. Daher sollten berufsbedingte Belastungen Berücksichtigung finden, um eine drohende Gefährdung der Erwerbsfähigkeit zu identifizieren bzw. eine möglichst hohe Return-to-Work-Quote bei bereits geminderter Erwerbsfähigkeit zu erreichen.

Die Routinedaten der DRV enthalten allerdings keine direkten Angaben zu berufsbedingten Beeinträchtigungen der Versicherten bzw. Rehabilitanden. Zu einem hohen Prozentsatz ist jedoch die Berufstätigkeit der Versicherten bekannt. Da viele Arbeitsbelastungen typisch für bestimmte Berufe und Branchen sind, bietet die Berufstätigkeit grundsätzlich die Möglichkeit, Arbeitsbelastungen über die Bildung von sogenannten Job-Exposure-Matrizen abzubilden.

Im Forschungsprojekt werden folgende Fragestellungen mithilfe eines Längsschnitt-Datensatzes (Scientific Use File) der DRV unter Nutzung eines auf der Berufstätigkeit basierenden Arbeitsbelastungsindex bearbeitet:

  1. Wie hoch ist die Prävalenz von berufsbedingten Belastungen bei Rehabilitanden im Vergleich unterschiedlicher Indikationsgruppen, im Vergleich zu neutralen Vergleichskohorten und im Zeitverlauf?
  2. Wie ist der Zusammenhang von berufsbedingten Belastungen und sozialmedizinischen Parametern (z.B. Berentung aufgrund Erwerbsminderung)
  3. Lassen sich mithilfe des Arbeitsbelastungsindex in Kombination mit weiteren Routinedaten besonders vulnerable Gruppen von Versicherten identifizieren, die ein erhöhtes Risiko für die Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen und Erwerbsminderungsrenten aufweisen?

Projektlaufzeit

  • Oktober 2018 - September 2019

Mittelgeber

  • Deutsche Rentenversicherung Bund

Projektleitung

Prof. Dr. phil. Karla Spyra

Leiterin der Abteilung Rehabilitationsforschung

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Projektteam

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Dipl.-Psych. Sebastian Bernert

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Martin Brünger, Arzt, MPH

Wissenschaftlicher Mitarbeiter