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Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen – Entwicklung, Pilotierung und Evaluation eines nachhaltigen, integrativen Rehabilitationskonzepts (MeKi)

Entwicklung eines stationären Rehabilitationsprogramms für Kinder und Jugendliche mit Medienabhängigkeit.

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Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen – Entwicklung, Pilotierung und Evaluation eines nachhaltigen, integrativen Rehabilitationskonzepts (MeKi)

Kinder und Jugendliche (KiJu) verbringen im Durchschnitt etwa zweieinhalb Stunden täglich mit sozialen Medien, wodurch verschiedene gesundheitliche Probleme entstehen.

Krankhaftes Computerspielen und Social Media-Abhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen hat während der Coronapandemie zugenommen. Bei mehr als 4 % der deutschen zehn bis 17-Jährigen liegt ein pathologisches Nutzungsverhalten vor.

Langfristige negative Konsequenzen können sich über weite Lebensbereiche wie Gesundheit, Leistungsfähigkeit und soziale Kontakte erstrecken. Mögliche Funktionsbeeinträchtigungen, schulisches Versagen sowie eingeschränkte berufliche Perspektiven führen zu Problemen in der gesellschaftlichen Teilhabe und steigenden sozialen Kosten.

Medienabhängigkeit wird gehäuft mit weiteren Komorbiditäten wie Angststörungen, Depressionen und Aufmerksamkeitsstörungen sowie Impulsivität, bedingt durch ausgeprägte kognitive Instabilität beobachtet.

Ziel des Projektes ist es, ein stationäres Rehabilitationskonzept mit einer anschließenden Nachsorge für Kinder und Jugendliche mit Medienabhängigkeit partizipativ zu entwickeln.

Im Rahmen eines mixed-methods-Designs werden zunächst in einer explorativen Phasen die individuellen Perspektiven der betroffenen Kinder und Jugendlichen untersucht, die als sogenannte Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt einen Einblick in diese geben.

Das entwickelte Konzept wird in einer Erprobungsphase mit 80 Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren anhand von quantitativen und qualitativen Methoden evaluiert.

Das finale Rehabilitationsprogramm wird in einem Manual festgeschrieben und an involvierte Akteur*innen disseminiert.

 

Aufruf an Kinder- und Jugendärzt*innen

Bitte unterstützen Sie uns.

Sie sind Kinder- und Jugendärzt*in und haben Kinder/Jugendliche in Ihrer Sprechstunde, die einen problematischen Medienkonsum zeigen? 

Hier könnte das "MeKi"-Rehaprogramm, das in der Klinik Schönsicht in Berchtesgaden ab Anfang 2025 durchgeführt wird, als Behandlungsoption passend sein! 

Bitte führen Sie hierfür das Screening durch. Sollte das Testergebnis positiv ausfallen, kann ein Antrag für das Rehaprogramm in der Klinik Schönsicht gestellt werden. Bitte unterstützen Sie die Eltern dabei, indem Sie beim Ausfüllen des Antragsformulars helfen und den ärztlichen Befundbericht verfassen.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer: Download

Alle Unterlagen finden Sie hier zum Herunterladen und Ausdrucken.
Bitte nutzen Sie für die Antragstellung ausschließlich die hier hinterlegten Dokumente. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, die Dokumente auszudrucken, melden Sie sich gern, dann schicken wir sie Ihnen gern zu.

Wir freuen uns, wenn Sie uns unterstützen!

Vielen Dank im Voraus 
das "MeKi"-Studienteam

 

Informationen für Eltern

Informationsblatt für interessierte Eltern: Infoblatt in Farbe  Infoblatt in schwarz-weiß (zum Ausdruck)

 

Publikationen

  • Studienprotokoll: Fahrenkrog S, Rittmann LM, Klüpfel L, Delfs S, Stumm J. Media addiction in children and adolescents - a study protocol for development, piloting and evaluation of a sustainable, integrative rehabilitation program (MeKi). Front. Adolesc. Med. 2025, 3:1524971. doi: 10.3389/fradm.2025.1524971

Projektlaufzeit

  • Januar 2024 – Dezember 2027

Kooperationspartner

  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (Erstempfänger)
  • weitere Rentenversicherungsträger
  • Klinik Schönsicht, Berchtesgaden

Mittelgeber

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Projektleitung

Dr. rer. medic. Judith Stumm, MPH

Kommissarische Leitung des Forschungsereichs Rehabilitationsforschung
Leiterin der AG Kinder- und Jugendrehabilitation
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Bild Judith Stumm

Projektteam

Laura Klüpfel, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Studienassistenz

  • Rosa Röhm