Stadtverträgliche Mobilität unter Nutzung elektrischer automatisierter Kleinbusse (STIMULATE)

Nutzeranalysen von vier vollautomatisierten Fahrzeugen zur Personenbeförderung an den Charité-Campi Mitte und Virchow Klinikum.

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Nutzeranalysen selbstfahrender Autos an der Charité

In einem Verbundprojekt setzen die CharitéUniversitätsmedizin Berlin, Berliner Verkehrsbetriebe und Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vier elektrische, automatisierte Fahrzeuge an den Charité-Campi Mitte und Virchow-Klinikum ein. Die Verkehrssituation an diesen Orten mit Fußwegen, Straßenkreuzungen und heterogenen Nutzungsströmen entspricht dem öffentlichen Straßenverkehr, findet jedoch gleichzeitig in einem abgeschirmten Raum statt. Dies sind ideale Voraussetzungen für den deutschlandweit ersten Praxistest dieser neuen Technologie unter realistischen Bedingungen.

Das Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft ist mit der Evaluation dieses Projekts betraut. Mithilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes werden die Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen automatisierter Mobilität erforscht.

  1. Leitfadengestützte Fokusgruppen mit Mitarbeiter/innen der CharitéUniversitätsmedizin Berlin und der Charité Facility Management GmbH geben Aufschluss über Mobilitätsbedürfnisse an den beiden Campi und Einsatzmöglichkeiten automatisierter Fahrzeuge.
  2. Eine quantitative Befragung mithilfe eines Online-Fragebogens von Nutzer/innen der Fahrzeuge kommt zum Einsatz, um Mobilitätsmuster auf den Campi zu verstehen, sowie Nutzen und Grenzen in der Akzeptanz der neuen Technologie zu erforschen.
  3. Begleitend zur quantitativen Befragung wird eine teilnehmende Beobachtung durchgeführt, in der besonders die Mensch-Maschine-Interaktion analysiert wird.

Hieraus können praxisrelevante Empfehlungen an Entscheidungsträger kommunaler Verkehrsplanung entwickelt werden, die sich in einem realistischen Setting bewährt haben. 

Ziel des Gesamtprojekts

Ziel des Gesamtprojekts ist,

  • Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen automatisierter Mobilität unter realistischen Bedingungen zu identifizieren.
  • Mobilitätsbedürfnisse auf dem Gelände eines Großklinikums zu verstehen und die Rolle automatisierter Mobilität in diesem Kontext abzuschätzen.
  • Empfehlungen an politische Entscheidungsträger über den Einsatz automatisierter Mobilität für die kommunale Verkehrsplanung zu formulieren.

Hieraus können praxisrelevante Empfehlungen an Entscheidungsträger kommunaler Verkehrsplanung entwickelt werden, die sich in einem realistischen Setting bewährt haben. Dies beinhaltet neben Themen wie Inklusion oder Verkehrssicherheit auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem potentiellen Arbeitsplatzverlust professioneller Fahrer/innen. Sie alle eint ein Bedarf nach politischer Gestaltung und fundierter, öffentlicher Diskussion.

Projektlaufzeit

  • 01.05.2017 - 30.04.2020

Projektleitung

Dr. rer. pol. Stefan Blüher

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Mitglied der Institutsleitung
Institutsgeschäftsführung

Projektkoordination

M.Sc. Jan C. Zöllick

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Kooperationspartner

  • Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin

Fördermittelgeber

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)