Bodyrules –
Regeln im Krankenhaus zum Umgang mit dem Körper im Spannungsfeld von Organisation und Zuwanderung

Bodyrules „Krankenhaus“ ist eine qualitative Fallstudie und untersucht den Wandel organisationaler Regeln im Krankenhaus am Beispiel sozialer Normen zum Umgang mit dem Körper.

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Bodyrules – Regeln im Krankenhaus zum Umgang mit dem Körper im Spannungsfeld von Organisation und Zuwanderung

Mit Zuwanderung steigt die kulturelle und religiöse Diversität der Gesellschaft. In öffentlichen Organisationen wie dem Krankenhaus treffen Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Umgang mit dem Körper zusammen. Die Krankenhäuser stehen daher vor der Herausforderung, vielfältige körperbezogenen Normen durch Regeln zu integrieren und ihre Leistungen somit einer breiten Bevölkerung zugänglich zu machen.

Die qualitative Fallstudie „Krankenhaus“ im Verbundprojekt „Bodyrules –  Regeln zum Umgang mit dem Körper im Spannungsfeld von Organisation und Zuwanderung“ untersucht für den Organisationstyp Krankenhaus die Fragestellung, wie öffentliche Organisationen soziale Normen im Zusammentreffen verschiedener kultureller und religiöser Prägungen von Patienten und Mitarbeitern regulieren. In drei Kliniken in Deutschland werden dazu u.a. Experteninterviews mit leitendem Klinikpersonal, teilnehmende Beobachtungen im Versorgungs-Setting der Kliniken sowie narrative-leitfadengestützte Interviews mit Patienten und Klinikpersonal durchgeführt.

Zeitgleich werden im Verbundprojekt zwei äquivalente Fallstudien zu den Organisationstypen Schule und Schwimmbad umgesetzt. Ein Vergleich der Fallstudienergebnisse dient der Identifikation organisationsübergreifender und -spezifischer Umgangsweisen mit kulturell und religiös vielfältigen Körpernormen.

Ziel

Ziel der qualitativen Fallstudie „Krankenhaus“ ist die Analyse von (formalen und informalen) Regeländerungen aufgrund unterschiedlicher kulturell und religiös geprägte Körpernormen der Patienten und Mitarbeiter für den spezifischen organisationalen Kontext des Krankenhauses. 
Darüber hinaus zielt das Verbundprojekt mit dem Organisationsvergleich auf die Gewinnung generalisierender Erkenntnisse zum migrationsbedingten Wandel von Organisationsregeln – und dies am Beispiel sozialer Normen zum Umgang mit dem Körper.

Laufzeit

  • 01.04.2018 – 30.9.2020

Kooperationspartner

  • Universität Potsdam (Verbundkoordination)
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Förderer

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektleitung

PD Dr. phil. Liane Schenk

Leitung der Abteilung Medizinische und pflegerische Versorgung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Liane Schenk

Projektteam

Dipl.-Soz. Verena Krobisch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Verena Krobisch